Wie mein Nischenblog per Facebook-Werbung erste Leser bekam

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Bild: Alexander Klaus / pixelio.de

Als Veganes-Paderborn.de neu gestartet ist habe ich auf das verzichtet, was viele empfehlen: ich habe die Seite nicht auf meinem privaten Facebook-Profil geteilt und auch nicht meine Freunde gebeten, die Seite zu liken. Ich wollte echte Leserinnen und Leser gewinnen, die das Thema interessiert. Nur wie?

Ich entschied mich relativ schnell dafür, bei Facebook Werbung zu schalten. Das hatte vor allem den Grund, dass sich Veganer und Vegetarier insbesondere in Sozialen Netzwerken vernetzen. Ich erreiche also meine Zielgruppe dort schnell und – so meine Hoffnung – effizient.

Bei einer ersten Recherche stellte sich allerdings heraus: Facebook-Werbung ist out. Immer mehr Autoren raten davon ab. Ich habs trotzdem gemacht – und war positiv überrascht.

Ich startete also mit einer unbekannten Seite, für die ich einen eigenen Facebook-Auftritt erstellte, und versuchte mein Glück.  Als Studentin musste ein geringes Budget reichen, außerdem eine relativ kurze Werbezeit. Schließlich war meine Zielgruppe sehr klein, eine ausdauernde Werbung war also nicht erforderlich.

Ich legte also folgenden Rahmen fest:

  • 18. August 2013, 7 Uhr – 25. August 2013, 23 Uhr
  • Ausgaben pro Tag: 4 Euro
  • Reichweite: 4.927 Personen

Als Ergebnis sah dann so aus:

  • Häufigkeit 8,51 p.P.
  • Klicks 236
  • Gefällt-mir-Angaben: 145
  • Ausgaben insgesamt: 24,60 Euro

Facebook überschreitet dabei nicht die vorgegebene Tagesmenge, muss aber auch nicht das gesamte Tagesbudget ausgeben. Von den Treffen in Paderborn kenne ich rund 100 Veganer. Daher kann ich mit einer Zahl von 145 Gefällt-mir-Angaben sehr zufrieden sein.

Meine Werbeanzeige war übrigens schlicht das Logo mit Slogan. Also „Veganes Paderborn – gesund leben ohne tierische Produkte“. Da ich alleine diese Nische bediene erschien mir das als Anzeige ausreichend.

Ich habe diese Form der Werbung nicht wiederholt, da meine Zielgruppe sehr schnell abgegrast ist. Bei einer erweiterten Zielgruppe – Vegetarier, Tierschützer, etc. – ist noch viel möglich. Allerdings spielt die Seite mir kein Geld ein, sodass ich meine Ausgaben eher übersichtlich halten möchte. Trotzdem kommen viele meiner Leser noch immer über Facebook auf meine Seite, die Erstinvestition hat sich gelohnt.

Heute bin ich übrigens bei 283 Likes, was ich ganz ordentlich finde. Eine Bewerbung von einzelnen Beiträgen habe ich bisher nicht für nötig gehalten. Spannende Beiträge verteilen sich viral per Social-Buttons sehr gut – wie beispielsweise mein Beitrag über ein veganes Frühstück im Café Röhren. 64 Mal wurde es geteilt. Einmal von mir und 63 Mal von meinen Leserinnen und Lesern.

Zum Schluss möchte ich auf den Beitrag „Social News: Facebook legt rasant zu„, bei dem es gleich im ersten Satz heißt „Facebook gewinnt als Traffic-Lieferant für die Nachrichtenseiten in Deutschland schnell an Bedeutung.“

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