Aufrichtiges Interesse macht gute Artikel

Web-AlterHafenBild: Tim Caspary / pixelio.de

Wer im Lokalen arbeitet, stopert oft über Geschichten und Hobbies, die ihn nicht im mindesten interessieren: Brieftauben- oder Hühnerzucht, vielleicht Schützenfest oder Karneval. Einige dieser Termine kommen Jahr für Jahr und jedes Mal sinkt das Interesse des Journalisten weiter. Daran musste ich denken, als ich ein Buch von Dale Carnegie las. Und ich merkte, dass wir von ihm noch heute so viel lernen können!

Von Dale Carnegie erschien 1937 das Buch „Wie man Freunde gewinnt“. Bereits im Vorfeld hatte er bemerkt, wie wichtig es für die verschiedensten Berufe ist, richtig mit Menschen umzugehen. Noch heute ist das Buch aktuell und ich lege es besonders Journalisten sehr ans Herz.

Was du von Dale Carnegie lernen kannst

Der Kommunikationsexperte hat verschiedene Regeln aufgestellt, die ich regelmäßig überfliege, um mich daran zu erinnern. Mit ihrer Hilfe entdeckst du Geschichten hinter den Geschichten, weil du der Journalist bist, der im Gedächtnis bleibt und den der Verein gerne wieder anruft. Vielleicht für die nächste exklusive Nachricht.

Interessiere dich aufrichtig für andere – Für mich ist das der wichtigste Satz des Buches. In jedem Termin, auch wenn er noch so langweilig klingt, steckt etwas spannendes, interessantes oder respektables. Vielleicht ist das spannendste für dich die große Aufopferung, mit der der Schützenoberst sich für seinen Verein einsetzt. Oder die Freudentränen der Mutter, weil ihre Tochter als Schützenkönigin wunderschön aussieht. Suche etwas bei deinem Gesprächspartner, für das du dich wirklich aufrichtig interessierst. Schauspielere und heuchle nicht. Das merkt dein Gegenüber und für euch beide wird das Gespräch unangenehm. Suche wirklich nach etwas bei diesem Temin, dass dich interessiert oder für das du dein Gegenüber respektierst. Das versüßt nicht nur dir den Termin, auch dein Gesprächspartner wird sich gerne an deinen Besuch erinnern.

Für jeden Menschen ist sein Name das schönste und wichtigste Wort – In Kürze: Merke dir Namen! Natürlich ist das gerade als Journalist manchmal schwierig, weil du so viele verschiedene Menschen triffst. Einige Kollegen lassen sich die Namen gerne noch einmal direkt wiederholen und sprechen ihn nach, um ihn sich samt Gesicht einzuprägen. Jeder hört und liest seinen Namen gern, das ist auch heute noch so.

Sei ein guter Zuhörer – Ja, es ist wichtig das noch einmal so zu schreiben. Dieser Apell gilt auch und insbesondere für die vermeintlich langweiligen Termine. Schau den anderen während des Gesprächs auch an, nicht nur auf deinen Block. Stelle Fragen und sei – wie schon geschrieben – ehrlich interessiert.

Manchmal, so habe ich das Gefühl, vergessen viele Journalisten (mich eingeschlossen), dass die Zeitung einen Service liefert, aber dabei auch auf das Wohlwollen seiner Partner angewiesen ist. Ein Geben und Nehmen, das nicht selbstverständlich ist. Dein Gesprächspartner ist häufig auch dein Abonnent. Sei dankbar dafür und habe Respekt vor der Arbeit der Menschen, mit denen du sprichst. Auch, wenn du selbst für das Endprodukt (Schützenfest, Karneval, …) nicht gerade brennst. Dann sei begeistert über das Engagement der Menschen in deiner Stadt, deinem Kreis oder deiner Gemeinde.

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