Neues Lokalprojekt oder Wie man erste Leser gewinnt

web-veganesFrühstückFoto: Mika Abey / pixelio.de

Nach einer gefühlten Ewigkeit finde ich nun endlich die Zeit, hier wieder zu schreiben. Meine Blog-Abstinenz lag aber nicht an Faulheit, sondern weil ich ein neues Projekt gestartet habe. Geschrieben wurde also in einem neuen Blog, der mit lokalem Bezug und Nischenthema eine eher kleine Zielgruppe erreicht.
Die Seite ist am 18. August gestartet und bekam in den ersten zwei Wochen nach interner WordPress-Statistik 1630 Besuche. Das finde ich schon ganz ordentlich für ein spezielles Thema wie meines. Aber lest selbst:

Mein neues Projekt nennt sich „Veganes Paderborn“ und dreht sich, wie der Titel es ja schon sagt, um den tierproduktfreien Lifestyle. Damit habe ich eine der wichtigsten Regeln zum Bloggen befolgt und mir thematisch eine Nische gesucht, die noch nicht besetzt ist. Durch die starke Spezifizierung des Themas ist es nicht besonders schwer für mich einen neuen Eintrag zu verfassen, die Einträge schreiben sich schon fast von selbst. Was mir dabei sicher zugutekommt: Veganer und auch Vegetarier – an beide richtet sich explizit das Angebot – sind in der Regel Menschen mit einem großen Herz für Tiere. Das heißt, ich decke die Themen Ernährung, Gesundheit, Einkaufstipps aber auch Tiere und Tierrechte ab. Auch kurze Beiträge zu Umweltthemen sind möglich, hier habe ich aber noch keine Erfahrungen gesammelt.

Zielgruppe und Service

Damit habe ich schon fast ein ganz wichtiges Thema übersprungen: Die Zielgruppe! Wenn ich weiß, wer mich liest, dann weiß ich auch, was er will. Ich überlege mir also genau, welche Service-Leistung man von mir erwartet. Es gibt zig Seiten zu den Themen, die ich eben für meinen Blog aufgelistet habe. Was es nicht gibt, ist eine Seite nur für unsere Stadt respektive den Kreis. Ich selbst habe mir schon so oft gewünscht, ich könnte kurz nachschauen, wo ich die bestimmten Zutaten bekomme. Es gab also die Nachfrage, nur das Angebot fehlte.

Neben aktuellen Beiträgen können sich die Leserinnen und Leser auch selbst beteiligen. Denn gerade die Einkaufstipps aktuell zu halten ist eine zeitaufwändige Aufgabe. Es geht immer um die Frage: wo bekomme ich was? Während es normalen Tofu mittlerweile in jedem Supermarkt gibt, ist Seidentofu eben nur in bestimmten Geschäften zu finden. Ich bin also auf  Hilfe angewiesen. Die bekomme ich eifrig per E-Mail, weil ich oft dazu aufrufe und auch in persönlichen Gesprächen darauf hinweise.

Netzwerke und Vitamin B

Ein weiterer wichtiger Schritt um Leser zu gewinnen war sicherlich auch die Vernetzung mit den aktuellen Gruppen und Foren vor Ort. Ich verweise auf der Seite auf die derzeitigen Facebook-Gruppen, aber auch auf die anderen lokalen Blogger. Im Gegenzug erzählen sie Freunden und Bekannten von der Seite und ich darf gerne Werbung auf ihren Seiten machen. Frei nach dem Prinzip: Eine Hand wäscht die andere. Mundpropaganda und Empfehlungen von guten Freunden sind immer noch die beste Werbung.

130919-ScreenshotFür mich war von Anfang an klar, dass Veganes Paderborn auch eine Facebook-Seite braucht. Denn genau dort findet die größte Vernetzung der Szene statt. Anfangs war ich mir unsicher, wie ich die Seite aufbauen möchte: als Blog mit persönlichen Ansichten oder eher als eine Art objektive News-Seite. Nun ist es eine Mischung aus beidem geworden: ich versuche auf der Seite selbst möglichst objektiv zu schreiben und auch Sachverhalte darzustellen, kommentiere die Beiträge dann im sozialen Netzwerk persönlich (siehe Screenshot rechts).
Bisher nutze ich an sozialen Netzwerken nur Facebook. Ich habe einfach nicht die Zeit, mich um mehr zu kümmern. Es macht wenig Sinn, überall vertreten zu sein, ohne sich dann um die Leser dort zu bemühen. Lieber ein Auftritt und der dann richtig. So gewinnt man Leser für sich, die dann auch gerne länger bleiben.

Schreiben – schreiben – schreiben

Vor dem Release ist es wichtig, schon einige Beiträge auf der Seite zu haben. Die neuen Leser sollen gleich etwas stöbern können, sich ein Bild von der Arbeit und natürlich auch vom Autor machen. Sie sind eine Art Köder, den man auswirft. Daher gab es auf meinem Blog bereits:

  • Einen Grundstock an Einkaufstipps
  • Einen Grundstock an veganen-vegetarischen Restaurants
  • Vier Beiträge, wobei der erste direkt eine wichtige Service-Leistung beinhaltete: Einkaufstipps für die kommende Woche
  • Es gab schon „popular Posts“ als Widget
  • Es gab bereits eine Auflistung an Terminen

Ich habe also direkt mit Serviceleistungen für die Seite geworben. In den ersten beiden Wochen habe ich rund drei Beiträge pro Woche geschrieben bzw. schon im Vorfeld vorbereitet. Sie gingen dann nach Plan online. Meine derzeitige Zielsetzung sind ein bis zwei Artikel die Woche. Bisher klappt das auch ganz gut.

Über die weitere Entwicklung halte ich euch gern auf dem Laufenden.

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